farbenmeer hat die ein oder andere Präsenz im Netz. Beispielsweise die Webseite, die Organisation auf GitHub, den Twitter Account und die Facebook Seite. Bisher wurden diese Präsenzen leider nur selten mit Content versehen. Mit diesem Problem sind wir allerdings nicht allein, denn es gibt noch einige andere Unternehmen die zwar Accounts auf etlichen Seiten haben, diese aber wenig bis gar nicht nutzen. Nun möchten wir mit gutem Beispiel voran gehen und eine Social Media Offensive starten. Um Unternehmen in ähnlicher Situation den durchaus steinigen Weg etwas zu ebnen, wollen wir hier unseren eigenen "Trampelpfad" teilen.

Die Idee

Ein kleines Unternehmen wie farbenmeer rückt relativ selten in den Fokus größerer Unternehmen. Es ist nunmal nicht leicht aus dem Pool der vielen Agenturen herauszustechen. Als uns dann letztens eine Anfrage erreicht hat, haben wir die Gelegenheit genutzt und mal nachgefragt, wie das Unternehmen auf uns gestoßen ist. In diesem speziellen Fall war alleine die Mitgliedschaft in einer Gruppe auf meetup.com zielführend. Nun wussten wir also worauf wir uns in Zukunft fokussieren müssen um auch andere Unternehmen auf uns aufmerksam zu machen: Social Media Präsenz.

Die Recherche

Bevor man nun aber planlos Beiträge in die Welt sendet, sollte man sich natürlich einige Gedanken über das Thema machen. Ein Kollege hat nun also eine Recherche gestartet und einen Termin für das restliche Team vorbereitet. In diesem Termin wurden alle Kollegen auf den gleichen Wissensstand gebracht und es wurde geklärt, wer seine privaten Social Media Accounts mit dem Unternehmen in Verbindung bringen möchte. Themen waren unter anderem folgende:

Welche Vorteile bringt die Nutzung von Sozialen Medien dem Unternehmen

Es werden mit wenig Aufwand und Kosten viele Leute erreicht. Durch den Inhalt der Beiträge kann man direkt für die Leistungen und das Know-how des Unternehmens werben. Interaktionen mit anderen Nutzern, seien es Likes, Kommentare oder Ähnliches, zeigt diesen wie offen und leicht erreichbar das Unternehmen ist und senkt somit die Hemmschwelle für einen ersten Kontakt.

Wie sollte ein Profil grundsätzlich aussehen

Ein Zitat aus der Präsentation lautet “Baue eine Onlinepräsenz, die eine perfekte Repräsentation von dir ist.”. Man sollte also über alle Kanäle seine Corporate Identity einhalten und die Werte die man in dem Unternehmen tagtäglich lebt auch in diese einfließen lassen.
Kollegen die mit ihren privaten Accounts öffentlich als Mitarbeiter des Unternehmens agieren wollen, sollten die Profile entsprechend professionell behandeln. Ordentliche Bilder, aktuelle Daten/Fakten und nicht zu viele Katzenvideos.

Welche Inhalte sollte man teilen bzw. nicht teilen

Grundsätzlich sollte man niemals schlechtes über Kunden oder Projekte verbreiten. Niemand möchte einem Unternehmen das Diskussionen und Probleme mit einem Kunden nicht vertraulich behandelt zusammenarbeiten. Auch mit politischen Themen kann man schnell Leuten auf die Füße treten und man sollte versuchen diese zu vermeiden.
Inhalte sind immer dann gut und sollten geteilt werden, wenn sie Wissen vermitteln. In der IT sind das zum Beispiel Erkenntnisse zu neuen Technologien und bei einem Friseur die Trends der kommenden Jahreszeit. So wird einem potenziellen Kunden direkt vermittelt, dass man immer auf dem neuesten Stand ist und er souverän beraten wird.

Welche kleinen Tricks können die Reichweite eines Beitrags erhöhen

Visuelle Inhalte werden 40 mal häufiger geteilt als andere Arten von Inhalten. Sollte es also möglich sein ein Bild oder Video anzuhängen, sollte man diese Möglichkeit unbedingt nutzen. Die meisten Sozialen Netzwerke haben Analyse-Tools, mit denen man herausfinden kann welche Beiträge bei den Nutzern gut ankamen. So kann man Beiträge noch leichter auf seine Zielgruppe zuschneiden. Außerdem kann man Themen die die Nutzer interessieren noch weiter aufbereiten und erneut teilen. Zum Beispiel in Blogeinträgen, Infografiken, Webinaren und noch viele anderen Wegen.
Es ist sehr wichtig sich gegenseitig zu unterstützen! Das teilen oder kommentieren von Beiträgen der Kollegen bzw. des Unternehmens erhöht die Reichweite immens.

Die Vorbereitung

Nun haben wir also eine Liste von Leuten die das Unternehmen repräsentieren wollen und die wissen wie man richtig mit dem Werkzeug "Social Media" umgeht. Als nächstes sollte man nun die Profile des Unternehmens und der Kollegen entstauben. Das heißt:

  • Bilder ersetzen (wenn nötig einen Termin mit einem Fotografen vereinbaren)
  • Beschreibungstexte anpassen (Bspw. "Software Engineer @farbenmeer")
  • Bei Bedarf alte Beiträge löschen

Wenn eine Website vorhanden ist, kann auch ein Blick auf diese nicht schaden. Auch hier kann man evtl. Bilder austauschen und eine Seite auf dem jeder Kollege vorgestellt wird angelegt werden.

Die Offensive

Jedes Unternehmen hat andere Ziele die es erreichen möchte. farbenmeer hatte zum Beispiel das Ziel, Leute auf die eigene Website zu bringen um sie dort von unseren Leistungen zu überzeugen und sie zu einem ersten Kontakt zu bewegen. Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir endlich unsere Idee einen Blog zu pflegen in die Tat umgesetzt. Somit haben wir nun teilbare Inhalte, die Leute auf unsere Website locken. Wenn du das liest hat es offenbar funktioniert.


So sollte jedes Unternehmen für sich selbst herausfinden, was das Ziel der Social Media Offensive ist. Grundsätzlich ist es aber immer sinnvoll sich eine wachsende Community aufzubauen und diese regelmäßig mit spannenden Inhalten zu versorgen.

Das Fazit

Jede Impression eines Beitrags ist Gold wert, da sie das Unternehmen ins Bewusstsein der Lesenden bringt. Man sollte nicht aufgeben nur weil man nicht viele Impressionen hat, denn je nach Unternehmen ist die Zielgruppe unterschiedlich groß. So lange man die richtigen Leute anspricht ist es den vergleichsweise geringen Aufwand wert.
Außerdem ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Jeder der sich etwas mit dem Thema "Social Media" auseinandersetzt wird schnell lernen wie man damit umzugehen hat und seine Beiträge auch stetig verbessern.